Was ist der Unterschied zwischen einem offenen und einem geschlossenen Kamin?

Moderne Holzkamine und -öfen haben einen sehr hohen Wirkungsgrad und eine sehr gute Verbrennung. Die Geräte sind wohldurchdacht und sorgen dafür, dass das Holz so effizient und sauber wie möglich verbrennt. Das lässt sich von einem offenen Kamin leider nicht behaupten. Wie das möglich ist?

Der erste große Unterschied liegt darin, dass alle modernen Holzkamine und -öfen geschlossen sind, indem sie einfach über eine gläserne Tür oder ein Glasfenster verfügen. Nun werden Sie vielleicht denken, dass dies zulasten der Wärme geht? Doch das stimmt nicht! Da der Kamin geschlossen ist, steigt die Temperatur in der Verbrennungskammer.

Außerdem sind viele Geräte zusätzlich isoliert mittels Rückwänden aus Vermiculit und werden die Rauchgase über ein ausgeklügeltes Labyrinth abgeführt. Dies resultiert nicht nur in einer sauberen Verbrennung, sondern auch in einem optimalen Genuss der freigesetzten Wärme.

Bedenken Sie: Ein offener Kamin erzielt einen Wirkungsgrad von nur 15 %, weil viel Wärme durch den Schornstein verloren geht. Ein moderner Holzkamin oder -ofenerzielt einen Wirkungsgrad von im Schnitt 60 bis 80 %. Der Schadstoffausstoß eines offenen Kamins ist dabei viele Male höher als der eines guten Holzkamins. Werden beide zur Beheizung eines Raums verwendet, dann hat der offene Kamin einen 15-mal höheren CO-Ausstoß als ein Holzkamin und einen 50-mal höheren Feinstaubausstoß.

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