Wie funktioniert das Verbrennungssystem eines Holzkamins?

Bei einem Holzkamin denken die meisten Menschen immer noch an den klassischen offenen Kamin. Ein klassischer offener Kamin sieht zwar gemütlich aus, hat aber mehrere Nachteile. Ein offener Kamin hat einen Wirkungsgrad von nur 10 bis 15%, der Wirkungsgrad eines modernen, abgeschlossenen Kamins liegt bei 70% und für bestimmte Öfen noch höher. Außerdem ist ein offener Kamin um einiges weniger sicher. Wenn Sie verantwortlich und effizient mit Holz heizen wollen, ist es viel besser, in einem abgeschlossenen Kamin oder Ofen zu heizen. In einem abgeschlossenen Kamin oder Ofen wird nämlich eine höhere Temperatur erreicht und dadurch verläuft die Verbrennung vollständiger und effizienter.

Eine kurze Erläuterung zur Verbrennung in einem Holzkamin oder Holzofen

Für die Verbrennung, egal ob es sich um Gas oder Holz handelt, wird immer Sauerstoff benötigt. Es besteht ein Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Verbrennungssystemen. Offene Verbrennungssysteme beziehen den benötigten Sauerstoff aus dem umringenden Raum. Bei geschlossenen Verbrennungssystemen wird der Sauerstoff von außen bezogen. Eine Tür in einem Kamin oder Holzofen sagt nichts über das verwendete Verbrennungssystem aus: bei einem abgeschlossenen Ofen oder Kamin kann es sich sowohl um ein offenes als auch um ein geschlossenes Verbrennungssystem handeln.

Offene Verbrennung in einem Holzkamin oder Holzofen

In den meisten Fällen handelt es sich bei einem Holzkamin oder Holzofen um ein offenes Verbrennungssystem, auch wenn der Kamin oder Ofen mit einer Tür verschlossen wird. Der Sauerstoff wird nämlich über Luftgitter aus dem Raum selbst bezogen. Eine ausreichende Belüftung ist eine wichtige Voraussetzung für das Heizen mit Holz in einem Kamin oder Ofen mit einem offenen Verbrennungssystem. Durch die Zufuhr sauerstoffhaltiger Luft kann die Verbrennung stattfinden und wird auch der Zug, die Ableitung des Rauches durch den Schornstein oder das Ofenrohr aufrecht erhalten. Für einen Holzkamin oder Holzofen ist ein offenes Verbrennungssystem die einfachste und am häufigsten vorkommende Aufstellung.

Geschlossenes Verbrennungssystem bei einem Holzkamin oder Holzofen

Dennoch gibt es einige Situationen, in denen ein offenes Verbrennungssystem für einen Holzkamin oder Holzofen nicht wünschenswert oder möglich ist. Wenn in demselben Raum häufig eine Dunstabzugshaube, ein mechanisches Belüftungssystem oder eine Wärmerückgewinnungsanlage genutzt wird, ist ein offenes Verbrennungssystem kompliziert und sogar gefährlich. Wenn alle Fenster und Türen geschlossen sind, kann durch diese Anlagen Unterdruck entstehen. Dieser Unterdruck unterbricht die Sauerstoffzufuhr zum Kamin oder Ofen. Dadurch läuft man Gefahr, dass der Rauch wieder in den Wohnraum zurückströmt. Das lässt sich natürlich mit einem offenen Fenster beheben, aber dann heizen Sie mehr als eigentlich erforderlich ist. Außerdem stört dies das ausgewogene Innenklima in einer energieeffizienten Wohnung. In diesen Fällen ist es daher besser, den Holzofen mit einem geschlossenen Verbrennungssystem auszustatten. Das erreicht man, indem man eine Luftzufuhr zum Ofen kreiert, einen sogenannten Außenluftanschluss.

Room-Sealed-Geräte: speziell für besonders energieeffiziente Wohnungen

Ein Passivhaus ist unter anderem mit optimaler thermischer Isolierung und ausgezeichneter Abdichtung, wobei die vorhandene Wärme optimal genutzt wird. In diesem Haustyp ist ein room-sealed-Gerät eine geeignete Wahl. Diese Geräte eignen sich für ein geschlossenes Verbrennungssystem, in dem die benötigte Luft von außen bezogen wird.

Der Anschluss an ein geschlossenes Verbrennungssystem stellt jedoch zusätzliche Anforderungen an den Abzug und die Luftzufuhr. Lassen Sie sich von einem anerkannten Händler über die Möglichkeiten in Ihrer spezifischen Situation beraten.

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